Wir sind jung. Wir sind stark.

erzählt die Geschichte eines Tages, dem 24. August 1992, aus den Blickwinkel unterschiedlicher Menschen. Sie alle eint die Sehnsucht nach einer Heimat, Liebe und Anerkennung. Doch am Ende dieses Tages werden einige von ihnen um ihr Leben fürchten, während andere Molotow-Cocktails werfen und Interviews geben.

  • KINOFILM
  • KOPRODUKTION
  • 2015
Wir sind jung. Wir sind stark.

Rostock-Lichtenhagen 1992. In der verödeten Wohnsiedlung hängen die Jugendlichen herum und wissen nichts mit sich anzufangen. Tagsüber gelangweilt, harren sie der Nächte, um gegen Polizei und Ausländer zu randalieren. Auch Stefan (Jonas Nay), Sohn eines Lokalpolitikers (Devid Striesow), streift mit seiner Clique ziellos durch die Gegend. Es brodelt, aber immer nur bis kurz vor dem Siedepunkt. Ohne Job und eine Aufgabe finden die Freunde meistens nur sich selbst als Ziel kleinerer und großer Grausamkeiten. Liebe ist austauschbar, Freundschaft und Loyalität sind nur Beiwerk einer aufgesetzten Ideologie. Auch Lien (Trang Le Hong) lebt mit ihrem Bruder und ihrer Schwägerin in der Siedlung, im sogenannten Sonnenblumenhaus, das von Vietnamesen bewohnt wird. Sie glaubt in Deutschland eine neue Heimat gefunden zu haben und will auch nach der Wende bleiben. Ihr Bruder dagegen plant die Rückkehr, weil er vor dem Hintergrund der wachsenden Anfeindungen um die Zukunft seiner Familie fürchtet. Es ist der 24. August als die Geschichten dieser Menschen zusammentreffen: Stefan führt mit seiner Gruppe die Krawalle vor dem Sonnenblumenhaus an, bis schließlich Molotow-Cocktails geworfen werden und eine tatenlos zuschauende Menge der Brandstiftung zusieht. Dabei eint sie alle die Sehnsucht nach einer Heimat, nach Liebe und Anerkennung, einer Alternative im Leben und ihrem Traum vom Glücklichsein. Ihre Konflikte und Katastrophen spiegeln eine Gesellschaft, die in einer lauen Sommernacht gegen die Wand fährt.

Jonas Nay
Trang Le Hong
Devid Striesow
Joel Basman

Drehbuch

Martin Behnke, Burhan Qurbani

Regie

Burhan Qurbani

Kamera

Yoshi Heimrath

Produzenten

Jochen Laube, Leif Alexis

Koproduzenten

Frank Evers, Helge Neubronner, Jörg Schulze (cine plus Filmproduktion)

Redaktion

Burkhard Althoff (ZDF/ Das kleine Fernsehspiel), Olaf Grunert (ZDF/ Arte)

Weltvertrieb

Beta Cinema